Unser Wärmepumpen-Rechner:
Kosten, Förderung und Einsparpotentiale 2026
FAQ
Häufige Fragen – FAQ
Wärmepumpe: Was Sie vor dem Umstieg wissen sollten
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt an, wie effizient eine Wärmepumpe über ein ganzes Jahr arbeitet. Sie beschreibt das Verhältnis von erzeugter Heizwärme zu eingesetztem Strom: Eine JAZ von 4 bedeutet, dass aus 1 kWh Strom rund 4 kWh Wärme werden.
Je höher die JAZ, desto niedriger Ihre Stromkosten. Gut geplante Anlagen erreichen Werte zwischen 3,5 und 4,5. Als Faustregel gilt: Ab einer JAZ von etwa 3 arbeitet die Wärmepumpe wirtschaftlich. Die JAZ ist damit die zentrale Kennzahl für die laufenden Kosten – und ein Wert, den wir bei der Planung gezielt optimieren.
Beide Werte beschreiben Effizienz, aber unter verschiedenen Bedingungen. Der SCOP (Seasonal Coefficient of Performance) ist ein genormter Laborwert, der die saisonale Effizienz unter standardisierten Klimabedingungen misst – ideal, um verschiedene Geräte objektiv zu vergleichen.
Die JAZ dagegen ist der reale Wert in Ihrem Haus, gemessen über ein echtes Betriebsjahr. Sie hängt von Ihrem Gebäude, dem Heizsystem und Ihrem Nutzungsverhalten ab. Kurz gesagt: Der SCOP ist das Versprechen des Herstellers, die JAZ ist das tatsächliche Ergebnis im Alltag.
Der Bivalenzpunkt ist die Außentemperatur, ab der eine Wärmepumpe allein nicht mehr die volle Heizleistung liefert und ein zweiter Wärmeerzeuger (z. B. ein elektrischer Heizstab oder eine bestehende Heizung) unterstützend einspringt.
Bei einem monovalenten Betrieb deckt die Wärmepumpe den gesamten Wärmebedarf selbst – das ist bei gut gedämmten Häusern üblich. Beim bivalenten Betrieb gibt es einen Zusatzerzeuger für die kältesten Tage. Ein sinnvoll gewählter Bivalenzpunkt (oft um −5 °C) hält die Effizienz hoch und die Anlage kompakt, ohne sie für seltene Extremtage zu überdimensionieren.
Die KfW-Förderung 458 bezuschusst den Einbau einer Wärmepumpe im selbst genutzten Wohngebäude. Sie setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen: eine Grundförderung, einen Klimageschwindigkeits-Bonus für den schnellen Austausch alter fossiler Heizungen und einen Einkommens-Bonus für Haushalte unterhalb einer bestimmten Einkommensgrenze.
In Summe sind Zuschüsse von bis zu 70 % der förderfähigen Kosten möglich, gedeckelt auf eine maximale förderfähige Summe. Wichtig: Der Zuschuss bezieht sich nur auf die förderfähigen Kosten – nicht jeder Posten der Gesamtrechnung ist automatisch förderfähig. Genau das bildet unser Rechner über das Feld „davon förderfähig" ab. Förderbedingungen ändern sich regelmäßig; wir prüfen Ihren individuellen Anspruch im Beratungsgespräch.
Entscheidend ist die Vorlauftemperatur – also wie heiß das Heizwasser sein muss. Wärmepumpen arbeiten am effizientesten bei niedrigen Vorlauftemperaturen, und genau hier punkten große Heizflächen.
Eine Fußbodenheizung ist ideal: Sie verteilt Wärme über eine riesige Fläche und kommt mit 30–35 °C aus – perfekt für eine hohe JAZ. Klassische Heizkörper brauchen oft 50–60 °C und sind dadurch weniger effizient. Die gute Nachricht: Auch mit Radiatoren funktioniert eine Wärmepumpe – besonders, wenn großzügig dimensionierte oder spezielle Niedertemperatur-Heizkörper verbaut sind. Häufig reicht schon der Austausch einzelner kritischer Heizkörper, um den Betrieb deutlich effizienter zu machen.
Ja – die verbreitete Annahme „Wärmepumpe geht nur im Neubau" ist überholt. Entscheidend ist nicht das Baujahr, sondern ob sich die nötige Vorlauftemperatur im Rahmen halten lässt. Viele Altbauten erreichen das bereits durch einzelne Maßnahmen: Austausch kritischer Heizkörper, hydraulischer Abgleich oder eine punktuelle Dämmung.
Eine Bestandsaufnahme zeigt schnell, ob Ihr Gebäude direkt geeignet ist oder mit überschaubarem Aufwand fit gemacht werden kann. Gerade im Altbau ist die Einsparung gegenüber einer alten Öl- oder Gasheizung oft besonders groß.
Es gibt drei Haupttypen, die sich in ihrer Wärmequelle unterscheiden:
Luft-Wasser-Wärmepumpe: nutzt die Außenluft, ist am weitesten verbreitet, günstig in der Anschaffung und ohne Erdarbeiten installierbar. Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme): bezieht Wärme über Erdsonden oder Flächenkollektoren aus dem Boden – höhere Effizienz und JAZ, aber aufwändigere Erschließung. Wasser-Wasser-Wärmepumpe: nutzt Grundwasser, sehr effizient, aber genehmigungspflichtig und standortabhängig.
Welcher Typ optimal ist, hängt von Grundstück, Budget und gewünschter Effizienz ab – das klären wir individuell.
Die Stromkosten ergeben sich aus Ihrem Wärmebedarf geteilt durch die JAZ, multipliziert mit dem Strompreis. Ein Beispiel: 22.000 kWh Wärmebedarf bei einer JAZ von 4 ergeben rund 5.500 kWh Strom pro Jahr.
Viele Versorger bieten spezielle, vergünstigte Wärmepumpen-Stromtarife an, die deutlich unter dem Haushaltsstrompreis liegen. In Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage lassen sich die laufenden Kosten weiter senken, da Sie einen Teil des Stroms selbst erzeugen. Unser Rechner zeigt Ihnen die voraussichtlichen Jahreskosten direkt an.
Die Amortisationszeit ist der Zeitpunkt, ab dem die eingesparten Heizkosten die Mehrinvestition gegenüber Ihrer alten Heizung ausgeglichen haben. Sie hängt vor allem von der Förderhöhe, dem bisherigen Energieträger, der JAZ und der Entwicklung der Energiepreise ab.
Mit der KfW-458-Förderung liegt die Amortisation häufig im Bereich von 10 bis 18 Jahren – bei stark steigenden Gas- oder Ölpreisen entsprechend früher. Da eine Wärmepumpe 20 Jahre und länger läuft, spart sie über ihre Lebensdauer in der Regel ein Vielfaches der Anfangsinvestition. Den individuellen Wert berechnet Ihnen unser Wärmepumpen-Rechner oben auf der Seite.